FAMILIENGRUPPE DES ALPINCLUB BERLIN

Kartenzwerge im Schnee

„Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus; die Welt, die Welt sieht wie gepudert aus…“. Ja, so klang es schon auf der Hinfahrt von den hinteren Sitzen bei uns im Auto. Es war Samstag und das monatliche Treffen der Familiengruppe stand an. Das herrliche Winterwetter hatte den Bucher Forst bilderbuchmäßig herausgeputzt. Schnee, Schnee und nochmals Schnee. Von wegen „wie gepudert“, dick verschneit war alles. Endlich einmal richtig Winter in Berlin und Joachim und Angela hatten ein schönes Plätzchen ausgewählt. Das Gelände vom Forstamt Buch auf dem wir uns diesmal trafen. Gleich nach der Ankunft tobten die Kinder durch den Schnee. Da war es gar nicht schlimm, dass einige ein bisschen später kamen. So blieb genug Zeit schon einmal Holz vorzubereiten und ein Lagerfeuer aufzubauen. Dann wurde es abenteuerlich. Wir begaben uns auf die Suche nach einem fremden Volk, das hier in der Nähe leben sollte. Rasch verwandelten sich alle Kinder in Kartenzwerge, um mit Hilfe der von Joachim und Angela schön gestalteten Karten die Suche zu beginnen. Während die Kinder eifrig Schritte zählten, Abzweige und auffällige Bäume suchten, ging es immer tiefer in den verschneiten Märchenwald. Etwas kniffliger war es dann mit dem Kompass zu navigieren. Aber Kartenzwerge sind clever, und so konnten wir auch die angegebenen Marschrichtungszahlen bestimmen und die richtigen Pfade finden. Aber Kartenzwerge sind nicht nur clever sondern auch mutig und wagen Flußüberquerungen auf umgestürzten Bäumen und Aufstiege in Jagdsitze. Nach einer herrlichen Runde über verwunschene Pfade, fanden wir schließlich das Dorf des fremden Volkes. Hier wurde uns freundlich Aufenthalt gewährt. Wir durften uns am Feuer wärmen, Würstchen, Stockbrot und Punsch genießen und diesen schönen Familienausflug gemütlich ausklingen lassen. Habt ihr auch Lust solche Abenteuer mit uns zu erleben? Dann macht einfach mit. Wir haben auch in diesem Jahr noch viele schöne Dinge vor und freuen uns immer über nette Leute. Termine gibt es auf der Internetseite des Alpin-Berlin.de unter „Familiengruppe“.

Bis bald, Eure Kirsten

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Frühlingsanfang im Briesetal

Heute möchte ich mich noch einmal bei Katja und Paul bedanken.

Sie führten unsere Familiengruppe von Borgsdorf in das Briesetal. Bei herrlichem Wanderwetter zogen zehn Licht- und Lufthungrige in den Frühling. Auf einer Wiese im Sonnenschein wurde Picknick gehalten, Rindenboote geschnitzt und sogar eine Wassermühle gebaut. Bei der Spurensuche trafen wir auf Zeichen von Reh, Wildschwein und Biber. Eine Bachüberquerung auf glitschigen Baumstämmen erfordert schon etwas Mut, doch selbst die Jüngsten unter uns hatten davon genügend. Mit einem Seil kann man eben nicht nur klettern, sondern ein Geländer bauen, seine Kräfte messen und aufmüpfige Kartenzwerge an den Baum binden. Am späten Nachmittag teilten wir alle Vorräte unter den Hungrigen und traten müde aber fröhlich die Heimfahrt an.

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Die Sommerferien sind vorüber und ihr habt sicher viel erlebt. Auch wir, Angela und ich, sind wieder aus den Bergen zurück. Nun wird es Zeit, sich wieder mal zu treffen, um uns unsere Erlebnisse zu erzählen. Das letzte gemeinsame Abenteuer liegt ja schon sehr lange zurück. Zu Pfingsten in der sächsischen Schweiz war es und leider stand darüber noch kein Bericht auf unserer Internetseite. Manchmal sind eben andere Dinge wichtig. Das Wetter war nicht so schön aber die Höhle am Pudelstein fanden wir trotzdem. Ebenso gelang es uns, im Dauerregen das Lagerfeuer anzufachen. So musste niemand seine Wurst, das Steak oder die Indianerpommes kalt und roh essen. Unsere Wanderung zu den Bärensteinen war eine Kraftprobe für alle. Trotzdem ging es nach dem Abendessen noch zum Klettern oder für die Kartenzwerge auf Schatzsuche im Umkreis der Nonne. Der letzte Tag belohnte uns mit bestem Kletterwetter und so gab es kaum noch ein freies Plätzchen an den Felsen. Im Juni hatte ich zu einem „spontanen“ Biwak am Piratensee eingeladen. Sechs Waldschrate erforschten die umliegenden Wälder. Hirschwiese und Wolfsschlucht sind jetzt „unser“ Revier. Wer Lust zum Baden hatte, tat es. Abends gab´s Gulasch aus dem großen Topf. Sehr spät, es war ja lange hell, krochen wir in die Schlafsäcke und grunzten mit den Wildschweinen um die Wette. Am frühen Morgen sprangen alle in den See und waren zum Frühstück am Lagerfeuer putzmunter. Den Tag verbrachten wir mit einer langen Wanderung um den Forst. So erreichten wir die alte Eisenbahnstrecke mit ihren Walderdbeerbüschen. Nun ging es, vorbei am Mammutsee, auf geheimen Pfaden zurück zu unserem Lager und nachdem alle Reste verteilt und aufgegessen waren, wurde noch mal kräftig gebadet um frisch zu den Fahrzeugen zu marschieren, welche uns brav nach Hause brachten.

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Im Oktober haben wir zwei Wanderungen gemacht- am Monatsanfang in den Tegeler Forst und später durch die Rauener Berge. Über die Wanderung durch das Gebiet der Rauener Berge möchte ich hier berichten. Leider haben Einige nicht mal den Treffpunkt erreicht. Dabei glaubte ich, den Weg dorthin präzise genug beschrieben zu haben. Oder lag es daran, dass man sich zu sehr auf Navigator und Mobilfon verlassen hat, statt einen Blick in die Karte zu werfen? Na, dann müssen wir dies noch ein wenig üben. Das Wetter passte wieder ausgezeichnet. Zehn Wanderstiefel zogen von Petersdorf durch den feuchten Herbstwald, um die Markgrafensteine zu finden. Wegen veränderter Wegemarkierung mussten wir uns neben unserer Wanderkarte auch immer wieder den Kompass befragen. Zahlreichen Pilze luden zum Sammeln ein, doch wir ließen sie stehen und gelangten bald ans Ziel. Die Markgrafensteine gehören zu den größten Landfindlingen in Deutschland und bestehen aus bestem schwedischem Granit. Aus dem ehemals großen Stein wurde in den Jahren 1827- 29 eine Schale hergestellt, welche heute im Berliner Lustgarten vor dem Alten Museum steht. Auch gibt es alte Geschichten von verwunschenen Mädchen, welche im Stein auf ihre Erlösung hoffen. Schade, dass keine Jungs bei unserer Gruppe waren. Sie hätten hier ihren Mut beweisen können.

Herzliche Grüße von Eurem Wuhletalwächter Achim