Herbstfahrt nach Jonsdorf
Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder…
...und die Wanderbilche sind von ihrer Herbstfahrt ins Zittauer Gebirge zurück.Wir waren wieder vier Tage lang Gäste der Sektion Zittau in der Jonsdorfer Hütte. Bei herrlichem Wetter konnten wir zu den Mühlsteinbrüchen wandern und den Falkenstein erklettern. Am Mittwoch waren alle fit für den Nonnensteig, was für unsere Kleinsten eine echte Herausforderung war. Der Kletterturm vor der Hüttentür eignete sich bestens zum warm machen und um die kleinen Ängste hinter sich zu lassen. Für das allmorgendliche gemeinsame Frühstück holten die Kinder vom Bäcker frische Semmeln und abends kochten die Familien im Wechsel für die ganze Gruppe eine Malzeit ihrer Wahl. Weil Alle beim Holzsammeln mithalfen, konnten wir uns ein schönes Lagerfeuer bis tief in die Nacht leisten. Während der Abschlusswanderung zu den Rehsteinen, zu Orgel, Nashorn, Bernhardiner und Teekanne wurden schon die Ziele für das nächste Jahr ausgewählt. So wird es also auch in den Herbstferien 2012 wieder heißen: Auf nach Jonsdorf, wer kommt mit? Wer alle Bilder sehen möchte, sende bitte einen E-mil (haha) an uns.
Pfingsten aus anderer Sicht
(eine nicht ganz ernst zu nehmende Geschichte)
Als Schatzmeister dieses Vereins hat man es ja ohnehin nicht leicht, und selbst an Wochenenden muss man sich ab und zu davon überzeugen, dass mit den Mitgliedsbeiträgen richtig und sparsam umgegangen wird.
Also mal schnell ins Jahresprogramm geschaut, was Pfingsten so los sein sollte.
Familiengruppenfahrt ins Elbsandsteingebirge ??? Das sagte mir zu, zumal auch das Wetter einigermaßen mitspielen sollte.
Zur Tarnung habe ich dann schnell einmal Frau, Tochter und Enkel mobilisiert und wir fuhren dann Freitagabend im dicksten Berufsverkehr nach Weißig in die Touristenherberge.
Endlich angekommen, mussten wir, obwohl sich langsam der Hunger meldete, natürlich erst mal die Zelte aufbauen. Zwischendurch konnte ich aber beobachten, dass der Familiengruppenwanderleiter Achim schon eifrig dabei war, das Grillfeuer zu entfachen (Pluspunkt). Essen und Trinken gab es dann reichlich, weil jeder genug davon mitgebracht hatte (gut geplant - Pluspunkt).
Am Samstag früh 8:00 Uhr !!! ließ es sich Achim nicht nehmen, alle mit lautem Weckruf aus dem Schlaf zu reißen – verständlich, war doch eine Wanderung zum Lilienstein geplant – also kein Negativpunkt.
Auch unsere Gastfamilie mit der jüngsten Teilnehmerin Malin, just an dem Tag ein Jahr alt geworden, war zur Stelle und Familie Glanz traf kurz vor Beginn der Wanderung ein.
Abstieg nach Rathen, mit der Fähre ans andere Ufer und dann immer entlang der Elbe bis zum Lilienstein. Auf dem Gipfel angelangt, gab es dann für die Kinder überraschend einen Anstecker (Pluspunkt) für die erfolgreiche Erstürmung und für die Erwachsenen ein Schnapsfläschchen, welches natürlich aus Gründen der Gefährlichkeit des Gipfels nicht sofort getrunken werden durfte (Pluspunkt).
Für Pfingstsonntag war durch Achim Klettern angekündigt worden, aber in der Nacht setzte der nicht eingeplante Regen ein (ha, endlich ein Negativpunkt, für den ich leider den Organisator nicht verantwortlich machen konnte).
Allerdings hatten Angela und Achim die Nacht genutzt und was Neues ausgeheckt.
Wandern zum Amsel-Wasserfall. Das wollten allerdings Viele, so dass es eher eine Völkerwanderung wurde. Gott sei Dank wurde mittags das Wetter besser und die Jungs und Mädels, auch einige Erwachsene kamen beim Klettern auf ihre Kosten.
Habe eine ganze Weile daneben gestanden und so getan, als wenn ich helfe. Aber auch hier wurde ziemlich professionell gearbeitet. Keine nennenswerten Blessuren, höchstens mal ein Kratzer (Pluspunkt).
Nach den vielen Pluspunkten hatte ich mich entschlossen, allen ein Eis auf Kosten des Vereins zu spendieren. Leider bot sich keine Gelegenheit mehr (Negativpunkt…für den Schatzmeister!). Aber beim nächsten Mal klapp es bestimmt. Versprochen!!!
Fazit: Familiengruppe ist 'ne feine Sache. Das hat richtig Spaß gemacht, dabei zu sein.
Uwe Prahtel
Winterferien für die Kinder und Urlaub für uns Erwachsene!
Da ist doch klar, dass einige „Wanderbilche“ der Familiengruppe wieder auf Achse waren. Das Osterzgebirge hat es uns angetan. So reisten wir wieder nach Neu-Hermsdorf in unser bekanntes Wanderquartier des Sporthotels. In diesem Jahr waren mit von der Partie: Angela und Achim Rosenthal, Katja und Paul Rehbach, Kirsten, Michael, Carolin und Jessica Glanz und Gaby und Katharina Krüger. Zu unterschiedlichen Zeiten erreichten wir unser Ziel. So wurde die Wanderhütte nach und nach „mit Leben“, nämlich mit uns Wanderbilchen, gefüllt. Familie Glanz hat keine Mühen gescheut und ist mit der Bahn angereist, alle Achtung, denn von Berlin aus mussten die vier einige Male umsteigen. Am Bahnhof Holzhau hat Achim dann alle eingesammelt. Na ja, und wir, Gaby und Katharina, haben einen eher ungewollten Abstecher über Altenberg unternommen. Auch ein schöner Kurort, können wir uns merken. Die ersten Urlauber hatten zu dieser Zeit schon die Langlauf-loipen gespurt und als gut befunden. Am Abend knurrte dann der Magen. Ab ins Restaurant! Nachdem alle Gerichte vertilgt waren, erzählte uns Achim seine Pläne für die kommenden Tage. Das Programm war wie immer „bunt gemischt“, Langeweile konnte dabei nicht aufkommen. Früh um 7.30 Uhr wurden die letzten Schlafkörner aus den Augen gerieben. Frühstück! Und dann wurden Langlauf-Ski ausgeliehen und die erste Einge-wöhnungstour konnte beginnen. Ab ging es durch den schönen Winterwald! Das Wetter hat es mit uns gut gemeint: blauer Himmel und Sonnenschein! Herrlich! Nach einer schönen Pause an einer Hütte – hier lockte eine Abfahrt die Kinder und einige Erwachsene diese mehr als einmal auszuprobieren - trennten sich die Wege der Wanderbilche. Die einen fuhren Richtung Quartier zur Kaffee- und Kakaopause, die anderen wollten die Ski noch nicht abschnallen, und so ging es weiter Richtung Hemmschuh, nach Rehefeld -Zaunhaus und über den Holperbachweg zurück. Einige umgefallene Bäume versperrten teilweise die Wege und manchmal war es wohl nicht gerade einfach, weiterzukommen. Aber alle kamen an diesem Montag wieder mehr oder weniger „geschafft“ zur Hütte zurück. Am Dienstag brachen wir zu einer Schatzsuche auf. Klar, dass Achim und Angela alles dabei hatten: Lawinenpiepser, Schaufeln und mehr. Der Schatz musste ja schließlich gefunden werden. Die Kinder waren mit vollem Eifer dabei. Nachdem der Fundort erreicht war, schaufelten Carolin und Jessica fleißig den Schatz aus. Und siehe da, ein Rucksack kam zum Vorschein. Mmmh, was da wohl drin war? Eine schöne Überraschung für Paul, Katharina, Jessica und Carolin. Ein Beutel mit praktischem Inhalt: Taschenwärmer, ein Allzweckbesteck, Leuchtstifte und natürlich etwas Süßes: Gummibärchen! Der Lawinenpiepser kam noch weiter zum Einsatz. So wurde Verstecken gespielt und die Zeit verging mal wieder wie im Fluge. Anschließend haben Achim, Angela und Michael die Skitour verlängert. Die Kids hatten in der Nähe des Wanderquartiers ihren Winterspaß – mit und ohne Ski. Katharina hat am Montag und Dienstag versucht, ob sie mit den Langlaufski Freundschaft schließen kann. Mit viel Geduld kamen Kirsten und Michael beim Ausprobieren zur Hilfe, aber irgendwie wollte sie nicht. Ihre kläglichen Worte: „Skifahren ist halt doof.“ Na, ja, sie wollte ganz und gar ein „Wanderbilch“ sein, und kein „Langlauf-Wanderbilch“. So wurde der ständige Begleiter von Katharina der Schlitten und ... Achim. Sein ausgedachtes Patent hat sich bewährt: Skistöcke am Schlitten befestigen und so zog er Katharina, wenn die Füße nicht mehr so recht wollten. Auch am Mittwoch wurde unsere Ausdauer und Fitness geprüft. Vor geraden Strecken fürchtete ich mich als Anfängerin nicht mehr, aber wenn es bergauf ging, hatte ich ganz schön zu kämpfen oder halt, wenn es bergab ging, und die Ski immer schneller wurden, und der geübte „Schneepflug“ nicht so richtig funktionierte. Warum bloß? Da musste ich hin und wieder einmal „die Notbremse“ betätigen, jedoch ist auch das richtige Hinfallen manchmal schwer - und das Aufstehen erst einmal. Nach anderthalb Stunden hatten wir uns die erste Pause verdient und an der Schutzhütte Rehefeld-Zaunhaus stärkten wir uns mit Broten, Obst und Gemüse und haben Tee getrunken. Warum hieß die Schutzhütte „Zaunhaus“, stellte uns Achim die Frage. Die richtige Antwort musste er uns geben:“ Ein bestimmtes Waldgebiet wurde damals von den Eigentümern eingezäunt, damit die Tiere, die dort lebten, in diesem Bereich blieben und ggf. auch gejagt werden konnten.“ Es ging weiter Richtung Hemmschuh (ca. 856 m), sehr viel bergauf, teilweise auch im tiefen Schnee. Nach diesem etwa fünfstündigen Ausflug hatte uns endlich(!) unser Wanderquartier wieder. Das hat sich gelohnt!!! Katja und Angela gönnten sich gleich am nächsten Tag den Spaß und haben den Lugstein (893m) erklommen. Die ca. 17 km lange Strecke (ich hoffe, ich habe es in meinen Notizen richtig vermerkt), hatte es in sich. Für uns anderen hieß es: „Achtung, Abfahrt zur Rodelbahn in die Winterwelt von Rehefeld!“ Rennschlitten wurden ausgeliehen, und die zwei mitgebrachten Schlitten von zu Hause kamen ebenfalls zum Einsatz. Ein Skilift brachte uns sicher nach oben und dann ging es rasant nach unten ins Tal. Achtung! Bitte nicht vergessen in den Kurven etwas zu bremsen! Katharina hat es vorgezogen, nicht mit ihrer Mama, sondern mit Achim zu rodeln. Irgendwie waren die beiden schneller unten! Carolin hat mich mit auf ihren Rennschlitten genommen, und wir kamen im Nu unten an. Carolin hat vor Freude geschrien, hmm und ich? Na, dass könnt ihr euch ja denken. Ich war immer wieder froh, heil unten anzukommen. Auch Kirsten und Jessica hatten auf dem Rennschlitten ihren Riesenspaß. Paul und Carolin waren ebenfalls sehr oft zusammen unterwegs – wer hat eigentlich die Geschwindigkeit gemessen? Die ersten Rodler waren dann doch nach zwei Stunden durchgefroren, so dass Achim, Katharina, Jessica und ich uns auf dem Weg nach Hause machten. Die anderen rodelten und rodelten und rodelten .... Die Gute-Nacht-Geschichten von Achim durften natürlich nicht fehlen! Die Kids wollten auf diese an keinem Abend verzichten. So wurde aus den Büchern „Feriengeschichten vom Franz“ und aus „Max und Lottchen in der Schule“ vorgelesen. Danach schliefen alle tief und fest ein. Am letzten Tag gab es die Fackelwanderung. Der Wind hatte es teilweise zu gut gemeint, aber mit viel Geduld gelang es, die Fackeln zu entzünden. In einer Schutzhütte wurden alle Fackelreste gestapelt und brannten langsam ab. Dabei sangen wir ein paar Lieder, u.a. auch: „Nehmt Abschied Brüder, ungewiss ist alle Wiederkehr, die Zukunft liegt in Finsternis und macht das Herz und schwer!“ Wie wahr! Es waren wieder schöne und erlebnisreiche Tage!!! Danke Achim und Angela, dass ihr diese Fahrt für unsere Familiengruppe organisiert habt.
Beurteilung: „Alles paletti“. Eure Gaby und Katharina